Der Saatssekretär des Bundesministeriums der Verteidigung Dr. Nils Schmid und Frau Sabine Dittmar, MdB, Landrätin Sonja Rahm sowie weitere Vertreter der Kommunalpolitik besuchen JOPP – Austausch zu Innovationen, Chancen für den Mittelstand und Zukunftstechnologien
Der Besuch stand unter dem Thema „Zivile und militärische Drohnen- und Weltraumtechnologie als Chance für Automobilzulieferer.“ Vertreterinnen und Vertreter der Politik hatten die Gelegenheit, sich über die aktuellen Entwicklungen, innovative Technologien sowie die Potentiale der regionalen Industrie im Bereich sicherheitsrelevanter Zukunftstechnologien auszutauschen.
JOPP stellte seine vielfältigen Kompetenzen - von Stahl über Kunststoff bis hin zu Elektronik vor. Im Mittelpunkt der Diskussionen standen aktuelle Projekte in diesen Zukunftsfeldern sowie die Firma HIGHCAT als Technologiepartner von JOPP. HIGHCAT ist ein deutsches Drohnen-Startup, das modulare Multicopter-Lösungen für den Sicherheitsbereich entwickelt. Mit JOPP läuft bereits eine erste gemeinsame Produktion: ein Beispiel dafür, wie die Entwicklungsgeschwindigkeit und Technologiekompetenz eines Startups mit dem Fertigungs-Know-how und den Kapazitäten eines etablierten Automobilzulieferers zusammenwirken – eine Kombination, wie man sie so nur in Deutschland findet, und die den Industriestandort gerade im internationalen Vergleich besonders macht.
Darüber hinaus wurde über technologische Innovationen, die Bedeutung des Standortes Bad Neustadt für Forschung und Entwicklung sowie die Perspektiven einer engen Zusammenarbeit zwischen Wirtschaft, Politik und Bundeswehr gesprochen. JOPP warb dabei auch für die stärkere Förderung und Anerkennung der Zusammenarbeit von Mittelstand und
Startups, die einen wichtigen Beitrag zu einem starken und widerstandsfähigen Liefernetzwerk der Bundeswehr im Krisenfall ermöglichen könne.
Die Geschäftsführung der JOPP-Gruppe unterstrich die Bereitschaft des Unternehmens, seine industriellen Kompetenzen auch für neue Anwendungen und Märkte einzusetzen. Neben der Verteidigung und der Raumfahrt gehören dazu auch die Halbleiterindustrie und die Robotik.
Während eines Rundgangs durch das Unternehmen am JOPP-Campus Bad Neustadt in den Bereichen Entwicklung, Versuch, Musterbau, Anlagenbau und Reinraum sowie bei einem kurzen Demonstrationsflug der Aufklärungsdrohne „OCELOT“ von HIGHCAT erhielten die Teilnehmer Einblicke in die modernen Produktionsprozesse, die aktuellen Entwicklungsprojekte sowie die strategische Ausrichtung von JOPP für die Zukunft.
Die Geschäftsführung von JOPP betonte, dass Neuaufträge aufgrund des hohen Kostendrucks seitens der Automobilkunden zunehmend an JOPP-Standorten in Tschechien und Ungarn umgesetzt werden. Im Bereich der Verteidigungsindustrie halte JOPP die Fertigung hingegen bewusst am Standort Bad Neustadt und baue dort derzeit in Vorleistung zwei neue Produktionslinien auf. Jetzt bräuchte man entsprechende Folgeaufträge der Bundeswehr. JOPP ist seit mehr als 100 Jahren in Bad Neustadt verwurzelt und hat sich von einem regionalen Industrieunternehmen zu einer international tätigen Unternehmensgruppe entwickelt.
Heute ist die JOPP-Gruppe neben der Automobil-, Nutzfahrzeug- und der Landmaschinenindustrie auch in Zukunftsfeldern wie der Verteidigungsindustrie, der Medizintechnik, der Halbleiterfertigung, der Robotik und der Raumfahrt aktiv.
Ganz besonders betonte JOPP die Chancen, die sich durch mögliche staatliche Aufträge in den Bereichen Verteidigung und Raumfahrt für den Mittelstand ergeben. Freie Kapazitäten im deutschen Mittelstand könnten zeitnah genutzt werden, gerade weil JOPP Technologien aus der Automobilindustrie direkt übertragen kann.
Die Geschäftsführung der JOPP-Gruppe unterstrich die Bedeutung des Dialogs zwischen Politik und Wirtschaft.
Der Besuch verdeutlichte die Rolle der JOPP-Gruppe als leistungsstarken Industriepartner und attraktiven Arbeitgeber in der Region sowie ihr Engagement für technologische Weiterentwicklung und nachhaltiges Wachstum.
Die Stärkung der Verteidigungsfähigkeit ist nicht allein eine Frage militärischer Fähigkeiten, sondern auch eine Frage von Resilienz, industrieller Kompetenz und technologischer Souveränität. Unternehmen wie JOPP können dabei eine wichtige Rolle spielen – als innovative, international erfahrene und zugleich fest in Deutschland verwurzelte Industriepartner mit einer breiten Technologiebasis und der Fähigkeit auch Manufaktur-Fertigung zu betreiben.